Weltensaga – Die Welt ist doch genug

Weltensaga – Die Welt ist doch genug

Weltensaga ist in seiner Konzeption anstrengend und überbordend, obwohl es schon einige Jahre auf dem Buckel hat und man meinen könnte, stete Verbesserungen ständen auf der Tagesordnung. Stattdessen wird einem ein Konglomerat an Zutaten geboten, die anfangs hoffnungslos überfordern, vor allem, was den Forschungsstammbaum betrifft, der nicht einmal näher erläutert wird, noch gibt es hierzu eine detaillierte (grafische) Übersicht zum besseren Verständnis.

Das Ende ist nah…

… und das direkt nach den ersten Klicks, in denen der Rundenfallout eingeläutet wird: „Die folgenden Herrscher bauen gerade die Superwaffe, mit der diese Runde gewonnen wird. Abbrechen des Baus ist durch Bombardieren des betroffenen Planetens möglich“.

Der Bau der Superwaffe

Der Bau der Superwaffe

Erscheint dieser Hinweis direkt nach der Anmeldung, machen Sie sich nichts daraus. Ein Spiel mit der totalen Vernichtung zu beginnen, kann seine Vorteile haben, wenn ich auch noch überlege, welche. Zwar kann der Bau der Superbombe hinausgezögert werden, doch im Anfangsstadium dürften Sie kaum die Mittel dazu besitzen.

Wenigstens existiert ein Tutorial, das wie folgt aussieht: Fabriken bauen, Forschungslabor bauen, beginnen zu forschen. Welche Forschung sich auf das Bevölkerungswachstum und -verhalten oder den Gebäudetechtree auswirkt, kann anfangs nur erahnt werden. Da der Ausbau und die Forschungen komplexer werden, benötigen Sie ausreichend Siedler bzw. Arbeitslose, welche im späteren Zeitraum durch entsprechende Forschungsergebnisse manipulier- und kontrollierbar sind.

Ihre Spezies können Sie mittels eines Fragenkataloges selbst generieren

Ihre Spezies können Sie mittels eines Fragenkataloges selbst generieren

Das Bevölkerungswachstum selbst wird durch Steuererhebungen und –senkungen beeinflusst. Die Wachstumsrate verhält sich hier entgegengesetzt zu den Steuereinnahmen. Hohe Steuern bedeuten weniger Siedler, und umgekehrt. Eine kleine Besonderheit ist, dass die Geburten- kleiner als die Sterberate sein kann, womit Sie Siedler verlieren.

Schöne neue Welt

Die Wirtschaft selbst funktioniert über das Erzeugen von „Arbeitslosen“, also über den erwähnten Steuersatz, und über ausreichend vorhandene Wohnmöglichkeiten. Manche Forschungen, die im Spielverlauf zu früh gestartet werden, behindern einige Tage die gesamte Aufrüstung. Neben dem Erweitern von Hauptgebäuden wie Handelszentren, Wohnungen oder Banken spielt auch der Materie-Transfer eine Rolle, sofern Sie Waren von einem Ihrer Planeten verschicken wollen; oder Sie betreiben Sponsoring, indem Sie die Steuern sinnvoll einsetzen, um den Gebäude-, Schiffs- oder Verteidigungsausbau zu verkürzen oder die Menge der Forschungspunkte erhöhen.

Die Gebäude- und Produktionskomplexe

Die Gebäude- und Produktionskomplexe

Sollten Sie mit Ihren Arbeitslosen in einen Engpass geraten und haben Sie noch ausreichend Wohnraum zur Verfügung, reicht ein einfacher Klick in der Klonfabrik, um neue Arbeiter zu generieren. Ebenfalls bietet der Materie-Wandler einen wichtigen Vorteil: Sollte von einem geförderten oder geschürften Material eine Überproduktion stattfinden, ist es möglich, diese zu anderen existentiellen Produkten umzuwandeln; die resultierende Menge hängt dabei vom jeweiligen Material ab.
Die Flottenaussendung und –produktion ist mit einigen Voreinstellungen verbunden, zum Beispiel der Menge, die von einem Planeten gefördert und geladen wird, und kann stets über die detaillierte Ansicht aufgerufen und kontrolliert werden. Die Möglichkeiten der Befehlserteilung sind mit 15 Einstellungen äußerst vielfältig; vom „Rückzug“ bis hin zum „Wurmloch erschaffen“ oder der planetarischen „Invasion“ sind einige interessante Ideen umgesetzt worden.

Space Cowboys from Hell

Sind Sie ein Forscher, machen Sie sich auf die Suche nach Artefakten. Diese spüren Sie auf, wenn Sie die Flotte in Nebel- oder Asteriodenfelder schicken und diese scannen. Die Artefakte dienen dazu, Forschungslöcher zu füllen, dienen dabei aber selten einem wirklich existentiellen Part.

Alles eine Frage der Zeit...

Alles eine Frage der Zeit...

Um diplomatische Beziehungen zu hegen und pflegen, schicken Sie ein Diplomatenschiff auf die Reise, über das die jeweiligen Verträge, Angriffs- bzw. Nichtangriffspakte ausgehandelt werden. Dennoch sollten Sie sich nicht allzu viel Zeit lassen, denn die nächsten Spieler, die Sie mit ihrer Superbombe ins Visier nehmen, werden nicht lange auf sich warten lassen…
Geht es an die Invasion Ihres Heimatplaneten, haben Sie drei Verteidigungsmöglichkeiten: orbitale Kanonen, mit denen Sie an Raumkämpfen teilnehmen, planetare Kanonen, die dem Bombardement dienen, und Schildverstärker. Diese werden – je nach Größe – auf Slots, also kleinen Verteidigungsplattformen, errichtet. Die Anlagen selbst haben wiederum 15 verschiedene Eigenschaftswerte, z. B. Geschoss- oder Gefechtsgeschwindigkeiten, die über Sieg oder Niederlage entscheiden können.

Fazit:

Weltensaga ist etwas konfus angelegt, wenn auch spielbar, und kann das Ruder auf den höher gelegenen Ebenen – incl. den Flottenverbandskämpfen – noch herumreißen, wenn auch wirkliche Begeisterung meinerseits anders aussieht. Ein absoluter Minuspunkt ist der mangelnde Forschungstechtree, der nur den Entwicklern vorbehalten bleibt und einen so in die eine oder andere (zeitliche) Krise stürzt. Insgesamt gesehen ist Weltensaga ein Spiel, dem Sie durchaus die eine oder andere Runde abringen können, hier jedoch Dauergast zu werden, wird schwer.

Fakten zum Spiel

Name: Weltensaga Webseite: http://www.weltensaga.de
Sprache: deutsch Genre: Strategie (SF)
Präsentation: +++ Zugänglichkeit: ++
Spielspaß: +++ Downloadclient: nein
Premium: nein Zeitaufwand: sehr hoch
Lästerfaktor: ++++ Publisher: Johannes Kuhlmann

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3 Antworten to “Weltensaga – Die Welt ist doch genug”

  1. Revo sagt:

    Ein ziemlich guter Bericht, ich selbst bin Weltensaga bereits seit vielen Jahren treu und habe einige Freunde gefunden.

    Der Teil mit dem unbekannten Forschungsbaum stimmt, das ist als Neuling oft sehr zeitraubend, aber oft können einem da erfahrene Spieler weiterhelfen.

    Als bekennender Suchti dieses Spiels muss ich sagen: ein sehr treffender Bericht.

  2. Zocker sagt:

    Also ich spiele Weltensaga auch schon seid unzähligen Runden und in der Summer kann ich dem bericht zustimmen und für das erste Level gibt es einen Tecktree in der Wiki.

    Aber, was ich leider zu bemägeln habe bei dem Spiel ist das viele Gemauschel unter denen die die Mods oder Admins persöhnlich kennen, z.b. wir ein spieler der die mods nicht persöhnlich kennt wegen einer Sache gesperrt aber einer der die mods kennt wird wegen dem selben nicht gespert, das kahm schon öfter vor. Und es ist leider so das der Umgangston unter den Spielern vor mehreren Runden auch schon besser war.

    Für mich kann ich aber sagen mir macht es immer noch Spass und werde auch dabeibleiben auch wenn mir das obengenannte nicht passt.

    Und es stimmt es kostet wenn man in den Top 20 Spielen will sehr viel Zeit. Aber diese ist es werd wenn man am Ende dann die Supperwaffe in Händen hält.

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