Space Intrusion – Wem die Stunde schlägt…
Space Intrusion bietet eine geballte Ladung an Aufbau, Forschung, Updates, Roboterkämpfen, Angriffs- und Verteidigungskomponenten, Handel, Rohstoffabbau und die Möglichkeit zur Bildung von Clans. Doch das war nur die Spitze des Eisberges.
Einmal gelasert, bitte
Auf dem Planeten Nemela ist die Hölle los, denn Sie reihen sich als einer von vielen in eine Communtiy ein, in der Sie davon ausgehen müssen, dass Ihnen einige an den Kragen wollen. Dennoch steht die Verbündung und Kommunikation mit anderen Mitgliedern im Vordergrund. Um die Komplexität des Spieles sichtbar zu machen, hier im Groben die verschiedenen Spezifikationen: vorrangig geht es um die Errichtung von 41 Gebäudetypen, 15 Roboter-Geschwistern, Forschung und Entwicklung in acht Technologiesträngen, komplexe Kurz- und Langzeitverteidigung, zahllose taktische Angriffskomponenten, vielschichtige kybernetische Erforschung von Lebensformen und natürlich die Eroberung des Weltraums durch den Bau einer modularen Orbital-Station.
Alles klar?
Das klingt viel und unberechenbar? Da haben Sie durchaus recht.
Denn was hier gebaut und geforscht wird, kann pro Zug oder Maßnahme einen Zeitraum von über 50 Stunden sprengen.
Wo und wie also anfangen? Nicht anders als bei jedem beliebigen Strategen auch. Wichtigste Instrumente sind erst einmal die Com-Zentrale, um sich mit anderen auszutauschen, und die Ausweitung des Siloparks, um Rohstoffe auslagern zu können. Hierbei behilflich sind Ihnen die Erforschungen der permanenten Rohstoff- und Lagerverbesserungen, da schließlich der Platz im Industriegelände nicht unendlich vorhanden ist, selbst wenn Sie permanent Landerforschung- bzw. –erschließung betreiben. Diese ist zwingend erforderlich, da das Tapet auf 256 Felder begrenzt ist und bei einer fehlenden Akquise der Feldmangel schnell zum Stocken der Produktion führt. Das wäre noch verschmerzbar, gäbe es nicht auf dem Planeten auch noch die eine oder andere Fraktionen, die auf Ländererweiterungen drängen. Mittels eines Radars können Sie Ihre Umgebung erfassen; je weiter dieser ausgebaut ist, um so ein umfangreicheres Bild über Gegnerkonstellationen erhalten Sie. Außerdem dient es bei Kriegsgeläute zur Zielerfassung. Bis dahin sollten Sie allerdings schon einige Plasma- oder Lasergeschütze oder auch Verteidigungsanlagen errichtet haben, da nicht unbedingt mit der Fairness anderer Aggressoren zu rechnen ist; im schlechtesten Fall versagt hierbei die Kommunikation und der Zusammenschluss mit anderen Spielern.
Dennoch funktioniert dieses „Kriegs-Event“ auch als Singleplayer-Modus. Wollen Sie nicht angegriffen werden, verhalten Sie sich einfach unauffällig und bleiben Sie bedeckt. Der Geheimdienst – der einiges an Rohstoffen kostet – spielt eine nicht unerhebliche Rolle, da er viele offenen Fragen klärt.
Weltraumtanz
Schlussendlich entscheiden Sie sich für eine Rasse: Mensch, Krontenianer, Spensan-Alien oder Krelaner? Fragen über Fragen.
Dennoch verbindet alle Rassen ein Miteinander. Der Mensch suchte den Planeten nach dem Verlassen der Erde und der Mitbesiedelung des Mars auf, weil er optimale klimatische Bedingungen bot. Die Krotenianer kamen, weil Nemela direkt neben ihrem Heimatplaneten lag und sie ihrem Forscherdrang huldigten – sie sind noch dazu von humanoider Form. Die Spensan-Aliens sind Käfer, und wie man spätestens aus Starship Troopers weiß, ist mit denen nicht gut Kirschen essen – sie sind auf Eroberungskurs. Die Krelaner hingegen sind schleim- und quallenartig und auf den ersten Blick abstoßend.
Zu den Qualitäten: Die Menschen pflegen ein Mittelmaß an Händlertum und Waffenaufrüstung und haben noch dazu die größte Cyberniten-Unterstützung; die Krotenianer sind großartige Händler, haben jedoch schlechte kriegerische Ausrüstung; die Spensan-Aliens sind die Unterdrücker per se, da sie das meiste Uranium fördern und starke Waffen besitzen, die teilweise auch Schutzschilde durchdringen; und die Krelaner sind die friedliebendsten Wesen im ganzen Weltall. Sie sind für den Kampf überhaupt nicht ausgerüstet und leben in der vollkommenen Defensive. Somit ist für jeden Spielertyp eine Spezies gegeben.

Hinter diesen scheinbar wenigen Konstrukten verbirgt sich eine ganze Armada an Forschung und Entwicklung
Cyberniten sollten noch einmal kurz erwähnt werden, denn sie unterstützen die verschiedenen Rassen, allerdings nicht jede bis zum letzten Level, und verkörpern die perfekten Hilfsroboter, die mit Aejl, Jobril, Vestros und zusätzlich Wasser versorgt werden müssen. Sie dienen dem Angriff der gegnerischen Roboterarmeen inkl. Rohstoffplünderungen und der Verteidigung des eigenen Lagers vor Übergriffen. Sie können ebenfalls zwischen zwei eigenen Lagern zum Transport hin- und hergeschickt werden, auch zum Austausch von Waren zwischen zwei Spielern, um eigene Überschüsse anzubieten.
Später bauen Sie eigene Versorgungsmodule im Weltraum auf Asteroiden und streben den Bau einer Schiffswert an. Da die Reisezeit zu anderen Planeten hoch ist, ist eine strategisch-geschickte Vorausplanung wichtig.
Weil das Spiel äußerst komplex aufgebaut ist, sollten Sie zwischenzeitlich immer mal wieder das Wiki studieren: http://www.space-intrusion.de/wiki/index.html
Fazit:
Space Intrusion ist zwar langwierig – und gottseidank auch auf einen Noob-Schutz von 59 Tagen ausgeweitet -, aber konsequent durchkonzipiert und bietet eine knackige Hintergrundgeschichte, die sogar noch ausbaufähig ist. Da Space Intrusion accounttechnisch nicht zurückgesetzt wird und als Langzeitspiel angelegt ist, habe ich immer wieder gerne darauf zurückgegriffen – trotz aller Unwissen- und Unsicherheiten, da jedes (Ausbau-) Projekt zwar definiert, aber nicht näher in der Priorität/im Kontext erklärt wird. D. h., ich habe meist drauflos gebaut, in der Hoffnung, dass alles so klappt, wie ich mir das vorstelle. Mit anderen Worten: hier liegen Glückssache und Sackgasse dicht beieinander, aber vielleicht ist ja genau da der Spannungsbogen verborgen, statt in der ausführlichen Transparenz.
Fakten zum Spiel
| Name: | Space Intrusion | Webseite: | http://www.space-intrusion.de |
| Sprache: | deutsch | Genre: | Strategie |
| Präsentation: | +++ | Zugänglichkeit: | +++ |
| Spielspaß: | ++++ | Downloadclient: | nein |
| Premium: | ja | Zeitaufwand: | sehr hoch |
| Lästerfaktor: | ++ | Publisher: | Erasmus Herold |




