Adventure Quest – Ein Schwesternprojekt von “Dragonfable”

Adventure Quest – Ein Schwesternprojekt von “Dragonfable”

Adventure Quest ist ein Action-RPG und der Vorläufer von Dragonfable. Es lässt sich flott und bedenkenlos zu jeder Zeit, an jedem Ort, minuten- oder auch stundenlang spielen. Zieht man den Vergleich zum Schwesternprojekt, werden Sie jedoch „komplexere“ Quests oder gar einen roten oder losen Handlungsfaden vermissen. Letztendlich werden auch die Erwartungshaltungen der Benutzer ausgespielt, die Dragonfable bereits kennen und ausgewogen fanden und so zu Adventure Quest gelockt werden.

Ein Männlein steht im Walde…

Großer Kerl, nix dahinter

Großer Kerl, nix dahinter

Da wird ein knabenhafter Held in eine rudimentäre Gegend gepflanzt, der beim örtlichen Schmied Anfängerausrüstung und einen Zahnstocher als Schwert bekommt, um sich die Welt Untertan zu machen, oder so ähnlich. Denn Ihre Aufgabe besteht einzig und allein darin, viele viele kleine Monster zu verdreschen, um später viele viele große Monster und Feinde verschiedener Couleur – und auch außerirdische Bräute – übers Knie zu legen. Dabei wühlen Sie sich einfach frohgemut durch den Quest-Sumpf, in der Hoffnung, einen zu erwischen, der Ihren Anforderungen – sprich Lebensenergie, Mana und Ausrüstung – in etwa entspricht.
Hierbei stehen Ihnen in seltenen Fällen NPC zur Seite. Während man in Dragonfable Personen wie Robina oder Valencia nach Erfüllung einiger Quests in eine Party einladen konnte und sie den Charakter begleiteten, habe ich bei Adventure Quest das dumpfe Gefühl, dass diese entweder per Random-Befehl in den Kampf eingebunden werden oder auch im Falle der „Save Animals“-Quests mehr oder minder als Noob-Schutz dienten.

Großmutter Zard

Großmutter Zard

Hierzu erklären sich die Hersteller allerdings nicht. Zumindest habe ich  Valencia bis auf zwei, drei Anfängerkämpfe nie wieder aktiv gesehen, außer, dass Sie Premiumware verkauft. Und so latscht der Held durch die Welt und rackert sich einen ab… Da man vorerst etwas ratlos in Battlon, der Hauptstadt, dasteht, die ja eigentlich mit seinen drei Läden eher einem Dorf gleicht, hier ein paar kleine Anfängertipps.

Geschwind, geschwind – das himmlische Kind

Als erstes: Lassen Sie sich von Twilly regelmäßig heilen. Um Ihre ersten Erfahrungspunkte zu sammeln, begeben Sie sich mit Twilly in den Moglin Forrest, wo Sie bei den schwächeren Monstern sofort punkten.

Fieser Propellermann

Fieser Propellermann

Sie können den Kampf jederzeit abbrechen, werden allerdings alle fünf Level von ihm geheilt.
Die Hauptoption im Dorf am unteren Bildschirmrand „Battle Monsters“ ist eine Gratwanderung, da zum Teil viel zu schwere Gegner zufallsgeneriert werden. Außerdem kommen mit jedem aufgestiegenen Level stärkere Monsterklassen hinzu, und es ist nur mit einem langen Atem möglich, sich ohne den Premium-Account auch die entsprechenden Waffen, Rüstungen und Zauber zu besorgen.
Haben Sie eine Quest bestritten, wird diese nicht geschlossen, sondern kann beliebig oft wiederholt werden. Auch lohnt es sich, relativ früh mit den „Animal Quests“ bei der „Tierpflegerin“ zu beginnen. Ab Level 30 dürfen Sie sich dann ein eigenes, geflügeltes Haustier aussuchen.

Die Haustiere werden einfach nicht alle

Die Haustiere werden einfach nicht alle

Jedoch bereits ab Level 20-25 sei es empfohlen, mit dem Drachen-Sagenpaket zu starten, auch wenn propagiert wird, Sie bräuchten lediglich Level 10. Ab Level 20 sind Sie jedoch als Nicht-Premium-User erst auf der sicheren Seite. Hier erhalten Sie pro besiegtem Drachen 300 Erfahrungspunkte. Da Sie gefragt werden, ob Sie mit der Saga fortfahren oder noch mehr Drachen bekämpfen wollen, klicken Sie einfach letzteres an, um sich für den weiteren Spielverlauf zu wappnen und Ihren Levelaufstieg zu beschleunigen.
Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Gegner zwischen Level 10 und 25 entweder zu stark oder zu schwach waren, was sich auch auf die Vergabe der Erfahrungspunkte ausgewirkt hat und teils stundenlanges Gesuche und Herumgeklicke nötig war, um etwas Abwechslung zu erlangen und um nicht ganz in stumpfsinniger Auflevelung zu versinken. Auch wenn die Dialoge der Quests zum Teil witzige Einlagen aufweisen, haben sie doch eher eine Alibi-Funktion inne, warum nun dieses oder jenes Monster getötet werden soll.

Ob da eine Verwandlung hilft?

Ob da eine Verwandlung hilft?

Fazit:

Obwohl das komplett flashbasierte Hack’n’Slay in 2D dem Vergleich zu Dragonfable nicht Stand halten kann, wird es stets aktualisiert und gepflegt. Andere Gegenden und Landschaften werden implementiert,  neue Quests geschrieben etc. Während der Premium-Account in Dragonfable allerdings einen doch eher hintergründigen Aspekt spielt bzw. dieser im Spiel nicht so aufdringlich präsentiert wird, wird man in Adventure Quest quasi immer wieder darauf gestoßen, vor allem, da der Charakter nur über konsequentes Ausprobieren verschiedener Kampflokale aufgelevelt werden kann. Aber schlimmer wäre gewesen, wenn der Spieler nach einem verlorenen Kampf auch noch seine Erfahrungspunkte eingebüßt hätte bzw. zurückgestuft worden wäre. So bewegt sich Adventure Quest auf der soliden Ebene, aber auch hart an der Grenze der Übersichtlichkeit für aufstrebende RPG-Jünger.

Fakten zum Spiel

Name: Adventure Quest Webseite: http://www.battleon.com
Sprache: deutsch Genre: Rollenspiele
Präsentation: ++++ Zugänglichkeit: ++++
Spielspaß: +++ Downloadclient: nein
Premium: ja Zeitaufwand: hoch
Lästerfaktor: ++ Publisher: Artix Entertainment

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook

Eine Antwort hinterlassen

Kategorien